Schlagwort-Archive: Antisemitismus

Neuer Israelischer Friedensplan bringt Durchbruch in Nahost

Die Satire „Neuer israelischer Friedensplan bringt Durchbruch in Nahost“ habe ich anlässlich des Gaza-Konfliktes  im Juli 2014 geschrieben und auf der Achse des Guten veröffentlicht.  Ich habe damals nicht verstanden (und verstehe es immer noch nicht), warum ein souveräner Staat, der von Terroristen, deren erklärtes Ziel die völlige Vernichtung dieses Staates und seiner Bevölkerung ist,  mit Raketen angegriffen wird,  nicht das Recht hat, sich dagegen zu wehren. Weiterlesen

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Richard Wagner – eine schnelle postume Hinrichtung

2013 wird Richard Wagners 200. Geburtstag gefeiert werden, und zwar in einem Ausmaß, dass ich jetzt schon in’s Feuilleton brechen möchte. Wagners Musik besitzt keine Menschlichkeit, keinen Anstand und keine Wärme und versucht diese Mängel durch pompösen, von nordischen Esoterik-Müll durchsetzten Schwulst zu übertünchen. Übrig bleibt musikalischer und ideologischer Größenwahn – „Bühnenweihfestspiele“, bei den Nazis hieß das dann Ting-Theater. Denn natürlich war der antisemitische Gnom Hitlers Lieblingskomponist und Onkel Adolf in Bayreuth ein gern gesehener Gast. In Woody Allens Worten:  „Noch fünf Minuten länger Wagner und ich wäre in Polen einmarschiert.“ Statt diesen Rotz auch noch abzufeiern, wäre es an der Zeit, das verdammte Festspielhaus endlich abzufackeln. Benzin und Feuerzeug hätte ich da.

(Nachtrag: Eine etwas erweiterte und präziser formulierte Versionen dieses Artikels habe ich auf amusio.com veröffentlicht.)

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Religion und Hysterie – der antisemitische Beißreflex

Religion und Hysterie – der antisemitische Beißreflex

Ich habe mir eben „The Innocence of Muslims“ angeschaut, jenen „Film“, der angeblich für die Empörung in der muslimischen Welt gesorgt hat und letztlich für Krawalle und Tote verantwortlich sein soll.

Ehrlich gesagt, habe ich das Ding nicht ganz gesehen, ich habe es nur bis zur siebten Minute geschafft. „The Innocence of Muslims“ ist nämlich gar kein Film, sondern eine auf billigste Art produzierte Aneinanderreihung von, äh… „Szenen“, die rein gar nichts miteinander zu tun haben und völlig sinnfrei sind und die sich kein Mensch jemals angeschaut hätte, hätte es diese ganze Aufregung nicht geben.

Angeblich soll es sich bei den 13 Minuten, die das Video dauert, nur um Ausschnitte aus einem ca. 80minütigen Film handeln, quasi um einen Trailer. Nun sind diese 13 Minuten schon so quälend öde (ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass nach den sieben Minuten, die ich ausgehalten habe, plötzlich etwas interessantes oder gar gotteslästerliches passiert), dass die meisten Menschen, würde man sie zwingen, sich die 80 Minuten Fassung anzuschauen, vermutlich den Freitod vorziehen würden, um diesem Schicksal zu entgehen. Rein ästhetisch gesehen, ist dieses Video also reine Pixelverschwendung.

Nun sind die fundamentalistischen Krawalle, die Toten und der immense Antisemitismus aber real, so dass man sich unwillkürlich fragt, wie denn ein so unbedeutender „Film“ eine dermassen große Wirkung haben kann.

Stefan Frank hat sich auf lizaswelt.net sehr lesenswert mit den möglichen politischen Hintergründen auseinandergesetzt, und nach allem, was ich bisher zu diesem Thema gelesen habe, ist er der erste, der das tatsächliche „Film“-Material zur Grundlage seiner Analyse herangezogen hat.

Der wahre Skandal ist nicht dieses Video, sondern seine Instrumentalisierung zur Verstärkung des in weiten Teilen der muslimischen Welt fest verankerten Antisemitismus.

Lizas Welt

In den ersten Berichten über »Innocence of Muslims« hieß es, der »Film« sei von einem »israelisch-amerikanischen« Immobilienhändler produziert worden, der dafür nach eigenen Angaben »fünf Millionen Dollar« von »hundert Juden« erhalten hatte. Inzwischen weiß man mit Sicherheit, dass eine solche Person nicht existiert. Doch schon von Anfang an hätte jeder Journalist sich durch einmaliges Anschauen des Videos davon überzeugen können, dass die Geschichte nicht stimmen kann – und es folglich unterlassen sollen, diese Ente weiterhin zu verbreiten. Die Behauptung, der Film habe einen jüdischen Urheber, kann letztlich keinen anderen Grund haben als den, dass unter Muslimen noch mehr Hass auf Juden entfacht werden soll.


VON STEFAN FRANK*


Es ist eine Lüge zu behaupten, die Djihadisten, die überall auf der Welt marodieren, seien »wütend« auf einen »islamfeindlichen Film«, weil in ihm der Prophet Mohammed geschmäht werde. Erstens: Djihadisten sind immer wütend, darum sind sie ja Djihadisten. Zweitens: Sie würden sich auch…

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