Archiv der Kategorie: Klassik

Das Universum in einer Nussschale: Johann Sebastian Bach – Das Wohltemperierte Klavier

Das Wohltemperierte Klavier nimmt eine zentrale Stellung im Schaffen Johann Sebastian Bachs ein. Es ist einer der Höhepunkte abendländischer Klaviermusik und für mich die Essenz dessen, was Musik zur universellsten aller Künste macht. Fast jeder Pianist, der was auf sich hält, hat das WTK aufgenommen, entsprechend unübersichtlich ist die Marktlage. Hier erfahrt ihr, welche Einspielungen ihr kaufen solltet und welche besser nicht.
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Philip Goeth spielt das WTC I, Präludium & Fuge in E-Dur, BWV 854

Der Organist Philip Goeth ist zur Zeit dabei, das erste Buch des Wohltemperierten Claviers aufzunehmen. Da bei ihm kein Label dahinter steht, veröffentlicht er seine Aufnahmen nach und nach auf youtube und auf seiner sehr empfehlenswerten Homepage. Ich finde seine Interpretationen hervorragend und bin ebenso von der visuellen Umsetzung begeistert, speziell von der Idee, den 24 Präludien und Fugen individuelle Farben zu zuordnen. Verantwortlich dafür ist die chinesische Künstlerin Zhou Zhang, der es gelingt, die musikalischen Stimmungen mit großer Sensibilität farblich umzusetzen.

Das direkte Einbetten des Videos ist leider nicht möglich, aber mit dem zweiten Klick landet ihr bei youtube, wo ihr auch die anderen Videos von Philip Goeth ansehen könnt.

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von | 13. März 2013 · 12:04

Richard Wagner – eine schnelle postume Hinrichtung

2013 wird Richard Wagners 200. Geburtstag gefeiert werden, und zwar in einem Ausmaß, dass ich jetzt schon in’s Feuilleton brechen möchte. Wagners Musik besitzt keine Menschlichkeit, keinen Anstand und keine Wärme und versucht diese Mängel durch pompösen, von nordischen Esoterik-Müll durchsetzten Schwulst zu übertünchen. Übrig bleibt musikalischer und ideologischer Größenwahn – „Bühnenweihfestspiele“, bei den Nazis hieß das dann Ting-Theater. Denn natürlich war der antisemitische Gnom Hitlers Lieblingskomponist und Onkel Adolf in Bayreuth ein gern gesehener Gast. In Woody Allens Worten:  „Noch fünf Minuten länger Wagner und ich wäre in Polen einmarschiert.“ Statt diesen Rotz auch noch abzufeiern, wäre es an der Zeit, das verdammte Festspielhaus endlich abzufackeln. Benzin und Feuerzeug hätte ich da.

(Nachtrag: Eine etwas erweiterte und präziser formulierte Versionen dieses Artikels habe ich auf amusio.com veröffentlicht.)

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